Akuelles / News

 

Jubiläum:
90 Jahre Natur- und Vogelschutz Laupen.
1928 – 2018

 


Schwalben

Sowohl Rauch- wie Mehlschwalben gibt es immer weniger, in Laupen selber nur noch kleine Kolonien an wenigen Standorten. In der Umgebung gibt es aber doch noch einige schöne Kolonien. Alle Standorte wurden in den letzten Jahren vom NVL mit gutem Erfolg nach neuesten Erkenntnissen saniert und betreut. Dabei kommt das bewährte „Schubladensystem“, bei Bedarf auch kombiniert mit dem „SCHUKO-Kotbrettsystem“ zur Anwendung. Unser Einsatz zeigt langsam Erfolge und lässt uns hoffen.

Montage neuer Nester (Schubladensystem)   

Schwalbennester mit Kotbrett                                                                                                              Natur- und Kunstnest


Mauersegler

Ein Sommerabend in Laupen ohne die Flugspiele und die „Sriiiiii“- Rufe der Mauersegler ist kaum denkbar. Die Vogelart leidet aber auch an Verlust von Brutplätzen durch Umbau- und Sanierungsarbeiten.  Der Ausbau des Trafoturms am Bahnweg mit 36 Nistkasten für Mauersegler war ein Meilenstein:  Seither hat sich die Kolonie in Laupen vervielfacht.  2015 wurden am Polygebäude weitere 32 Nistkasten montiert, welche aber zur Zeit noch nicht besetzt sind. An verschiedenen Standorten im Stedtli gibt es ausserdem mehrere kleinere Kolonien. Mauersegler sind für den NVL eine Erfolgsgeschichte.  Was es braucht sind weiterhin Betreuung und Kontrolle, sowie offene Augen und Ohren.

 

Trafoturm                                                                                                                                           Anflug zu den Nistkästen

Junge Mauersegler                                                                                                                            Flugshow


Entfernen der Turmfalk-Ansitzwarten mit der Feuerwehr Regio Laupen

Im Jahr (2016) hat ein Turmfalke eine neue Nahrungsquelle entdeckt. Bequem von den Stahlträgern direkt unter den Einfluglöchern war es ein leichtes für ihn die anfliegenden Mauersegler zu fangen. Wie viele erwachsene Mauersegler so erbeutet wurden ist unklar, als Folge davon sind leider ca. 20 Jungvögel verhungert. Im Winter haben wir dank dem Einsatz der Feuerwehr Regio Laupen die Stahlträger entfernt. Der Turmfalke wurde seither nicht mehr beim Trafoturm gesichtet.

Turmfalke vor den Einflugöffnungen

Entfernen der Stahlträger                                                                                                                                     Das Problem ist gelöst



Aufrüstung und ausmisten Nistkästen Polyareal

Beim Umbau des Polyareals konnten wir auf der Nordseite 8 neue Nistkasten für Mauersegler mit total 32 Brutplätzen montieren. Diese wurden bisher nur von Spatzen besetzt, von den Mauersegler im nahen Trafoturm wurden die neuen Nisthilfen bisher trotz akustischen Anlockversuchen nicht beachtet. Dass etwas falsch gemacht wurde schien uns unwahrscheinlich und auch die Vogelwarte bestätigt uns das alles i.o. ist.

Der Grund könnte sein, dass die Vögel die weiss gestrichenen Nistkasten ( => Vorgabe der Bauherrschaft) gegenüber dem dunklen Holz im Trafoturm nicht als mögliche Brutplätze erkennen.
Anf. April 2018 wurden mit Hilfe der Feuerwehr Laupen die Nistkasten gereinigt und auf der Front eine braune Sperrholzblende angebracht.  So sehen sie doch deutlich hübscher aus und wir hoffen, dass das die Mauersegler auch so finden und diese möglichst bald als Nistplatz beziehen.
 Ganz ungewöhnlich ist das aber doch nicht, denn Mauersegler sind sehr stark auf ihren Nistplatz geprägt und neue Nistplätze anzunehmen kann manchmal Jahre dauern.



Sperrholzblenden und Silhouette an den Nistkästen

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